
Die Medienlandschaft verändert sich rasanter denn je. Marken, die 2026 erfolgreich sein wollen, müssen verstehen, welche Dynamiken die digitale Zukunft prägen – und wie sie diese Chancen nutzen können.
1. Safe Places & Evolution: Die neuen Regeln der Sozialen Medien
Nach Jahren der Algorithmus-Dominanz und Überflutung mit künstlich erzeugten Inhalten fordert das Publikum eine Rückkehr zum Wesentlichen: echte Menschen, Vertrauen und Realität. Soziale Medien sind nicht mehr nur Verteilkanäle – sie werden zu Zufluchtsorte.
Authentizität statt Perfektion
Marken kämpfen aktuell mit einer Vertrauenskrise. Im ersten Halbjahr 2025 stiegen die Aufrufe zum Boykott um 95 Prozent (Brandwatch, State of Social 2026). Der Grund: Nutzer reagieren allergisch auf „perfekte", aber kalte Inhalte. Sie bevorzugen rohes, weniger inszeniertes Material – etwas, das echt wirkt.
Marketing funktioniert nur noch, wenn Marken nicht nur Reichweite anstreben, sondern echte menschliche Resonanz schaffen. Die Strategie ist klar: Werden Sie zur bevorzugten Marke statt zur aufdringlichen Werbung.
Communities als sichere Häfen
In einem überfluteten Netzwerk-Ökosystem verlassen Nutzer die öffentlichen Plätze. Sie ziehen sich in geschützte „Digital Gardens" zurück – auf Plattformen wie Reddit, Discord oder WhatsApp. Diese Rückkehr zu direkter, peer-to-peer-Interaktion bedeutet für Marken eine zentrale Herausforderung: Sie müssen in diesen Micro-Communitys präsent sein, ohne aufdringlich zu wirken. Die erforderliche Haltung ist deutlich => Zuhören, bevor man selbst zu Wort kommt. Austausch ermöglichen, statt zu dominieren.
2. Kultur-Marketing: Das neue Spiel der Marken
Influencer-Marketing sprengt traditionelle Grenzen. Kreativität, Unterhaltung und Kultur verschmelzen. Marken kommunizieren nicht mehr nur – sie leben, vibrieren und schaffen ganze Welten. Das ist nicht einfach Werbung; das ist kulturelle Macht.
Marken sind nicht länger passive Zuschauer von kulturellen Trends, sondern aktive Gestalter. Sie definieren Kultur mit – und das verschafft ihnen echte Autorität.
Diese Transformation erfordert ein Umdenken: Weniger Fokus auf Reichweite, mehr auf Relevanz und kulturelle Resonanz.
Marken, die verstehen, dass sie Teil der Kultur sind, nicht nur Werbeträger, werden die Gewinner dieses Wandels.
3. Die In-Real-Life-Welle: Physische Präsenz im digitalen Zeitalter
Digital allein reicht nicht mehr aus. Um dauerhaft Eindruck zu hinterlassen, müssen Marken die Bildschirme verlassen und sich physisch verwirklichen. Diese Verschmelzung von Online und Offline ist zentral für die Zukunft.
Von Zuschauern zu Mitgestaltern
Social Media wird nicht nur zum Zuschauer eines Events – es wird zum Motor. Emotionale Aktivierungen werden zu sozialen Gesprächen. Creator befreien sich von der virtuellen Welt, bringen physische Produkte auf den Markt oder meistern echte Herausforderungen.
Diese Suche nach Echtheit nutzt Plattformen wie BeReal oder Snapchat, die sich explizit als „amplified reality" positionieren. Der Trend ist klar: Authentische, real stattfindende Erlebnisse schlagen digitale Simulation.
4. Social TV: CTV trifft Social Media
Social Media zieht jetzt ins Wohnzimmer ein. Über CTV konsumieren Nutzer entspannte, professionell produzierte Inhalte auf grossem Bildschirm – eine sogenannte „Leanback"-Nutzung.
Dieser Shift erfordert von Marken Professionalität statt Dilettantismus. Kurze Videos locken gezielt zu längeren, hochwertig produzierten Inhalten. Die Vermischung zeigt sich auch beim Audio: Der Podcast-Boom und Spotifys Partnership mit Netflix belegen dieses Statement.
Für Marken bedeutet das: Ihre Inhalte müssen auf einem grossen Bildschirm funktionieren, nicht nur auf dem Smartphone. Qualität wird zum Erfolgsfaktor.
5. Earned Media: Das neue Fundament der Markenführung
Konsumenten werden täglich von einer Fülle von Werbebotschaften berieselt. Bezahlte Anzeigen allein schaffen daher keine Glaubwürdigkeit mehr. Echte Empfehlungen – von Journalisten, Influencern oder zufriedenen Kunden – sind deutlich wirksamer.
Dieses organische Vertrauen ist das wertvollste Kapital einer Marke. Earned Media etabliert sich als die neue Grundlage erfolgreicher Markenführung. Konkret bedeutet das: Schaffen Sie authentische und qualitativ ansprechende Produkte und Erlebnisse, über die Menschen freiwillig sprechen
Vertrauen, Engagement und Community
Die Medienlandschaft 2026 wird von einer klaren Maxime geprägt: Authentizität schlägt Reichweite. Audiences fordern Vertrauen, Relevanz und echte menschliche Resonanz. In diesem fragmentierten Kontext wird der Wert einer Marke daran gemessen, ob sie es schafft, ihr Publikum in eine loyale Community zu verwandeln.
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FAQ
1. Wie schaffe ich als Marke echte menschliche Nähe in sozialen Medien?
Echte Authentizität erfordert Ungefiltertes: Zeigen Sie die Menschen hinter Ihrer Marke, statt nur auf Hochglanz polierte Präsentationen. Setzen Sie auf weniger perfekte Inhalte, teilen Sie wahre Geschichten und ermöglichen Sie ungefilterte Kommunikation. Dieser Ansatz ist herausfordernd, aber effektiv. Ein entscheidender Punkt dabei: Intensivieren Sie das Zuhören.
2. Welche Community-Plattformen sollten Marken für den Dialog 2026 prioritär nutzen?
Die zentralen Plattformen sind Discord, Reddit, WhatsApp-Communities sowie spezialisierte Nischen-Plattformen. Der entscheidende Punkt ist: Ihre Plattformwahl sollte sich an Ihrer spezifischen Zielgruppe orientieren, nicht an allgemeinen Trends. Konzentrieren Sie Ihre Präsenz dort, wo Ihre Zielgruppe tatsächlich aktiv ist und authentische Diskussionen stattfinden – und nicht zwingend dort, wo die grösste potenzielle Reichweite vermutet wird.
3. Wie integriere ich physische Events sinnvoll in meine Social-Media-Strategie?
Events sind integrale Bestandteile Ihrer Strategie, nicht blosse Zusatzkanäle. Die echte Konvergenz liegt in der wechselseitigen Befruchtung von Social Media und physischen Erlebnissen: Social Media wird zum Treiber für Aktivierungen vor Ort und umgekehrt. Gestalten Sie Events von Anfang an so, dass sie zur natürlichen Verbreitung in Social Media einladen, und nutzen Sie die Kanäle, um Vorfreude und aktive Beteiligung zu maximieren.
4. Wie produziere ich hochwertige CTV-Inhalte, diE digital weiterleben?
Professionelle Produktion ist nunmehr obligatorisch. Inhalte müssen für grosse Bildschirme optimiert sein, was eine höhere Bildqualität, stabilere Aufnahmen und längere Erzählstränge erfordert, die über das Format von Kurzvideos hinausgehen. Die Zusammenarbeit mit professionellen Kreativen und Produktionsteams ist entscheidend, denn die Qualität der Inhalte wird zum wichtigen Differenzierungsmerkmal.
5. Wie generiere ich Earned Media und echte Empfehlungen für meine Marke?
Earned Media ist das Resultat von Exzellenz, nicht von Bezahlung. Der Schlüssel liegt darin, Produkte und Erlebnisse zu schaffen, die so überzeugend sind, dass Menschen ganz natürlich darüber sprechen. Dies erfordert klare Markenwerte, konsistente Leistung und einen echten Mehrwert für die Kunden. Setzen Sie auf Authentizität: Arbeiten Sie mit echten Influencern und Journalisten zusammen, anstatt Meinungen zu kaufen, denn wahre Glaubwürdigkeit lässt sich nicht vortäuschen. Exzellenz bildet die unverzichtbare Grundlage für Earned Media.
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